Mein Schlesierland

Oh du Heimat lieb und traut  

(Waldenburger Heimatlied)  
(Hans Mießner, Text:  Eduard Becher)

 

Oh´ Du Heimat lieb und traut, 
wonnig Dich mein Auge schaut. Land, 
wo meine Wiege stand,
 froh die Jugend mir entschwand. 
Da bist Du, mein Schlesierland.

Wo die Koppe hoch und hehr 
ragt hinein ins Wolkenmeer, 
wo die Sage weltbekannt
 einen Rübezahl erfand. 
Da bist Du, mein Schlesierland.

Wo der Hochwald stolz sein Haupt 
mit des Waldes Grün umlaubt, 
wo der schwarze Diamant,
 kommt ans Licht durch Bergmann Hand. 
Da bis Du, mein Schlesierland.

Wo des Zopten mächt´ger Bau 
steigt empor zum Himmelsblau, 
und des Wetters Unbestand 
weit im Umkreis macht bekannt. 
Da bis Du, mein Schlesierland.

Wo im breiten Oderstrom, 
spiegeln Städte sich und Dom, 
seine Flut von Kies und Sand
 fort sich wälzt zum Ostseestrand. 
Da bis Du, mein Schlesierland.

Wo ein Lied gemütvoll klingt,
 Wort und Ton zum Herzen dringt, 
wo um Seelen sinnverwandt 
????   leicht sich schlingt der FreundschaftL Band.     ?????
Da bis Du, mein Schlesierland.

Ob die Frühlingssonne lacht,
 ob die Rosen steh´n in Pracht, 
ob sich färbt das Laub im Land,
 ?  das    ob Dich deckt ein Schneegewand.    ? das
 Du bleibst schön, mein Schlesierland.

 ? ..e      Dein gedenk ich immer gern,   ?  ...e
ob ich nahe oder fern, 
bleibt mein Fleh´n zu Gott gewandt:
 Allzeit schirme seine Hand. 
Dich, mein liebes Schlesierland.

? - Hinweis auf Abweichungen

Die Noten

 

Der Zobten

Der Zobten (Sleza) ist ein aus der niederschlesischen Ebene inselartig aufragender Berg, der auf der Südwest-Seite aus Gabbro (welcher auch den Gipfel bildet), auf der Nordost-Seite aus Granit aufgebaut ist. Er beherbergte heidnische Kultstätten, die schon in vorslawischer Zeit bei den Kelten (ab 400 v.Chr.) eine wichtige Bedeutung hatten.

Die Besiedlung in dieser Gegend stellt man schon in der Zeit des Neolithikums fest, d. h. 4200-3500 v. Chr. Hier hat sich eine lokale Gruppe Lausitzer Kultur geformt. Sie hat ein Kulturzentrum gebildet, das den Berg Sleza (718 m über dem Meeresspiegel) und andere Gipfel seines Massivs umfasst. Hier hat man einen Sonnengott sowie andere Naturerscheinungen verehrt. Die älteste der bekannten Notizen über Sleza wurde in den Anfängen des 11. Jhs von dem deutschen Chronisten Thietmar, dem Bischof von Marseburg (975-1018) gemacht: "Jenem Berg haben alle Bewohner wegen seiner Riesenausmaßen und seiner Bestimmung große Verehrung entgegengebracht, zumal man auf diesem Berg verfluchte, heidnische Kulte gepflegt hat."

Am Nordfuß des Zobten liegt die Stadt Zobten (Sobótka). etwa 25 km in südwestlicher Richtung von der Stadt Wroclaw (Breslau) entfernt, eine ländliche Stadt mit reichem Umland. Schon für das Jahr 1148 wurde an dieser Stelle ein "forum sub rnonte" ("Markt unterm Berge") festgestellt, was ihre bedeutende Funktion als Marktort schon vor der deutschen Kolonisation aufzeigt. 1193 wurde der Ort als "forum in sabbat" ("Markt am Samstag") erwähnt, was schließlich zur Namensgebung führte (Sobota=Samstag) . Das Magdeburger Stadtrecht wurde 1399 verliehen. Auch heute noch ist die Form eines Langmarktes ("Zuckerrübe") zu erkennen, der aus einer verbreiterten Strasse entstand und ca. 400 m lang war.

Heute zählt Sobótka (Zobten) 6 582 Einwohner, in der ganzen Gemeinde dagegen wohnen 12 235 Menschen. Man nimmt zahlreiche ökologische Investitionen vor, die den Schutz der natürlichen Schönheit, die hier die Natur bildet, zum Ziel haben. Herrliche Landschaften, die einzigartige Natur sowie die Lage der Gemeinde und das günstige Verkehrsnetz haben dazu veranlasst, daß Sobótka (Zobten) zu einem Hinterland für die Stadt Wroclaw (Breslau) im Bereich der Touristik geworden ist.
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Hallo Peter, ich muss mich kurz berichtigen. Eduard Becher, war von 1861 bis 1865 Lehrer in Oberwüstegiersdorf.
Quelle meiner Kenntnis ist "Aus der Geschichte des Waldenburger Berglandes" - Heimatort Oberwüstegiersdorf - von Heinrich Batsch. Dies wurde im Waldenburger Heimatboten abgedruckt. Ich habe Verschiedenes in meinen PC gescannt, um es der Nachwelt zu erhalten. Denn in 20 Jahren gibt es sicherlich nicht mehr den WHB noch Waldenburger Treffen in Dortmund.
nochmal 
herzliche Grüße aus Mauer b Heidelberg
Karl-Heinz Tschirner

Zopten

 

Niederschlesien

 

 

Wappen

Zuletzt von 1941 bis 1945 selbständige Provinz, gehört Niederschlesien mit seinem fruchtbaren Ackerland - einst die Kornkammer Deutschlands - zu den reichsten Landesteilen im Osten des Deutschen Reiches. Es umfaßte 24.861 qkm mit 2.690.000 Einwohnern. Die Landesgrenze zu Oberschlesien zog sich zwischen dem Reichsthaler Ländchen und dem Südrand des Glatzer Berglandes.

Verwaltungseinteilung: Hauptstadt Breslau (630.000 Einwohner); Regierungsbezirke Breslau und Liegnitz. Die wirtschaftliche Bedeutung der Oder entspricht jener des Rheins. Im Südwesten der Provinz bilden die Gebirgszüge der Sudeten, zu denen auch das Riesengebirge gehört, die natürliche Grenze. Im sonst flachen Land erhebt sich der 700 m hohe Zopten, einst Kultstätte der Silingen, eines Teilstammes der Wandalen.

Schlesien gehört seit 1335 dem Verband des deutschen Königreiches und seit 1745 dem Königreich Preußen an. Infolge des Versailler Diktats verlor der Regierungsbezirk Breslau 1921 Teile der Kreise Namslau, Groß-Wartenberg, Militsch und Guhrau mit 511,5 qkm und 26.000 Einwohner an Polen.

1945 schließlich wurde ganz Niederschlesien mit Ausnahme der Kreisgebiete Görlitz, Rothenburg und Hoyerswerda den Polen zur Verwaltung übergeben und die ansässige Bevölkerung entweder ausgemordet oder vertrieben.

Niederschlesien ist völker- und staatsrechtlich nach wie vor Bestandteil des Deutschen Reiches.

 

daß die glocken wieder schallen Hans Mießner 1934 Georg Stammler   frisch gesungen, band 3,
chorbuch B, 1936 A104f